....schreibt das Handelsblatt bereits im Juli 2003. Radikale Reformen im Gesundheitssektor sollen das Universum der Apothekenwelt neu ordnen. Damit treffen die freiberuflich geführte unabhängige Apotheke unangenehme und umstrittene Systemveränderungen.

Heute können wir bereits spüren welche Veränderungen oder Kettenreaktionen von der Politik, der EU oder von juristischen Entscheidungsträgern ausgehe, dem wir in der täglichen Praxis ausgesetzt sind.
Inzwischen überschlagen sich die Reformvorhaben schon fast im Halbjahresturnus wie Unwetterkatastrophen. Während die letzten Eingriffe noch gar nicht richtig umgesetzt sind, kommt die nächst noch gravierendere Welle, von der bereits im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens eingeräumt wird, dass sie nicht ausreicht und nur kurz überbrücken kann.
Wie kann unter solchen unsicheren Rahmenbedingungen das konkursfähige Unternehmen Apotheke zukunftsorientiert geführt werden und auf was kann der verantwortungsvolle Apotheker noch bauen?

Bei all den Zickzackkursen zeichnet sich jedoch ein unübersehbarer „Megatrend“ für Apotheken ab. Mit jeder Reform wird Stück für Stück der Bürger mehr in den Mittelpunkt der Interessen gerückt:
Er erhält mehr Verbraucherschutz, er wird mehr eigenverantwortlich, er erhält mehr Kontrollmöglichkeiten, er bekommt neue Souveränität, er wird mehr Mitentscheider und letztendlich wird er mehr direkt finanzieren müssen oder abwählen können. Zugleich soll der Patient für die großen gesundheitlichen Schicksalsschläge weiterhin solidarisch und sozial abgesichert bleiben.

Damit ist für vorausdenkende Apotheker klar: Es kommt darauf an, für möglichst viele Versicherte, Kunden oder Patienten am Ort eine einzigartige, unverzichtbare und unaustauschbare Anlaufstelle bei Beratungen, Dienstleistungen und Belieferungen rund um Arzneimittel und Gesundheitsartikel zu sein und nachhaltig zu bleiben.

Abgewandelt aus: „Erfolgsfaktoren in der Apotheke“ von Gerhard F.Riegl; Imageanalyse und Entscheidungshilfen für das künftige Apotheken-Marketing ISBN 3-926047-16-x

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